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Immobilienmarkt dynamisch und robust - trotz Corona

Nachfrage und Angebot sind wieder auf dem Niveau von vor Corona bzw. darüber.

Das Leben steht  trotz Corona-Pandemie  nicht still.  Menschen müssen auch jetzt noch umziehen, beispielsweise weil sie einen neuen Job gefunden oder ein Studium aufgenommen haben. Paare ziehen zusammen und bekommen Kinder. Deswegen bleibt auch der Immobilienmarkt dynamisch.

Immobilienmarkt dynamisch: Angebot auf ImmoScout24 wächst kontinuierlich und ist umfangreicher als vor Corona

Die Nachfrage und das Angebot befinden sich teilweise nach einem leichten Rückgang nach Verhängung der Kontakteinschränkungen wieder auf dem Niveau von vor Corona oder übertreffen dieses sogar. Das Gesamtangebot an Eigentumswohnungen stieg seit dem 24. März um 5 Prozent.  

Deutschlandweit stieg zudem das Gesamtangebot an Mietwohnungen auf Deutschlands führenden Immobilien-Marktplatz. Nach einem Rückgang von 9,7 Prozent von Mitte bis Ende März hat das Mietangebot seit dem 26. März wieder um 18,8 Prozent zugenommen.  

Die Verkaufsinserate und das Mietangebot liegen damit höher als vor Ausbruch der Corona-Pandemie.  

Trotz der Corona-Pandemie bleibt der deutsche Immobilienmarkt dynamisch. Für andere Länder wie Großbritannien, Frankreich und den USA gilt dies weniger. Hier sind die Ausgangsbeschränkungen viel umfassender. Die Nachfrage und das Angebot an Immobilien gingen in diesen Ländern in Folge der Corona-Pandemie stark zurück.  

Ferienwohnung werden verstärkt dem Mietmarkt zugeführt

In Dublin, London und den USA kamen verstärkt Airbnb-Wohnungen auf dem regulären Mietmarkt.  Auch auf dem deutschen Markt scheinen mittlerweile viele private Vermieter ihre Ferienwohnung umzuwidmen und dem Mietwohnungsmarkt zurückzuführen.  

Im Vergleich zur ersten Woche der Kontakteinschränkungen verzeichnet ImmoScout24 für die deutschen Top 7-Städte (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München, Stuttgart) Ende April ein Plus von knapp 63 Prozent. Anfang April lag der prozentuale Anstieg in den sieben deutschen Metropolen noch bei rund 30 Prozent. Treiber sind dabei vor allem bei Touristen beliebte Städte wie Berlin, München und Düsseldorf.

Eine Wohnungsschwemme hat das aber nicht zur Folge, da das Marktvolumen von befristeten Wohnungen auf ImmoScout24 vergleichsweise gering ist und im mittleren dreistelligen Bereich liegt. Entspannung bietet die Situation aber für Menschen, die kurzfristig nach Wohnungen suchen, weil sie beispielsweise von einem Auslandaufenthalt zurückkehren mussten.

Marktaktivität ist hoch, Immobilienmarkt dynamisch

In Deutschland haben sich viele Menschen inzwischen auf die neue Situation eingestellt. Die Marktaktivität der Branche ist weiterhin hoch. Wohnungsbesichtigungen finden in Deutschland weiterhin statt. Laut einer Umfrage von ImmoScout24 führen 63 Prozent der Immobilienanbieter und Makler nur noch Einzelbesichtigungen durch, wobei hier sehr auf die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsmaßnahmen geachtet wird. Wegen der Corona-Pandemie setzt die Immobilienbranche noch stärker auf digitale Lösungen.

Ein Drittel der Anbieter sehen in der digitalen Infrastruktur eine Chance, ihre Geschäftstätigkeit trotz der Einschränkungen aufrechtzuerhalten. 

Preise stabilisieren sich auf hohem Niveau  

Weiterhin unbeeindruckt zeigen sich die Immobilienpreise von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Aktuelle Daten von ImmoScout24 belegen, dass die Entwicklung der Angebotspreise für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser auf ImmoScout24 auch im Verlauf von März und April stabil verlief. Seit dem 12. März stiegen deutschlandweit die Preise für Eigentumswohnungen über alle Baualtersklassen hinweg um 1,7 Prozent.  

Auch die Angebotspreise für Einfamilienhäuser entwickelten sich im deutschlandweiten Mittel mit einem Plus von 1,9 Prozent weiterhin stabil.  

Auf dem Mietwohnungsmarkt haben sich die Angebotspreise in der bundesweiten Betrachtung ebenfalls ohne wesentliche Ausschläge konstant entwickelt. Die gesamtdeutschen Mietpreise stiegen im Durchschnitt von 8,56 Euro am 12. März auf 8,74 Euro pro Quadratmeter am 28. April (+ 2,10 Prozent).  

Finanzkrise belegt Krisenfestigkeit des Immobilienmarktes 

Ein Vergleich mit der Finanzkrise in 2008 zeigt, dass der deutsche Immobilienmarkt Krisenphasen relativ unbeschadet übersteht. Preise für Einfamilienhäuser und Bestandswohnungen gingen in der Finanzkrise gemittelt um etwa 2,5 Prozent zurück.  

Eigentumswohnungen erholten sich nach zwei Jahren und Einfamilienhäuser nach etwa drei Jahren auf das vorherige Niveau.  

Mietpreise und die Preise für Neubau-Eigentumswohnungen zeigten vor, während und nach der Krise ein konstantes Wachstum. 

Im Vergleich dazu verlor der Dax 2008 per saldo 40,4 Prozent. Dieser Einbruch gilt als der zweitgrößte der Dax-Rückrechnung (bis 1959). Im März 2009 kam es im Finanzmarktbereich zum Tiefpunkt. Danach startete langsam eine Erholungsphase, bis der Indize im Jahr 2013 auf ein neues Allzeithoch kletterte.  

Damit dauerte die Erholungsphase des Aktienmarktes deutlich länger als die für den Immobilienmarkt.  

Immobilien erweisen sich verstärkt als wertstabile Geldanlage. Gegenüber anderen Anlageformen wie Aktien, Fonds oder Staatsanleihen sind sie weniger volatil und gelten auch in Krisenzeiten als sicheres und attraktives Investment.