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Corona treibt Digitalisierung voran

Ein Drittel der Immobilienanbieter sehen in der Krise eine Chance.

Die Corona-Pandemie verändert nicht nur das private Leben, sondern vor allem auch den beruflichen Alltag. Kontaktbeschränkungen durch Social Distancing und Shutdown-Maßnahmen stellen die Immobilienbranche vor große Herausforderungen. Gleichzeitig beschert es ihr einen Innovations- und Digitalisierungsschub. So steckt in jeder Krise auch eine Chance: Laut einer aktuellen Umfrage von ImmoScout24 kann über die Hälfte der Immobilienanbieter der jetzigen Situation positive Aspekte abgewinnen: Digitale Lösungen kommen verstärkt zum Einsatz, der Zusammenhalt in der Branche wächst und eingehende Interessentenanfragen sind qualifizierter. 

Digitalisierung als Chance die Marktaktivität aufrechtzuerhalten 

Die Corona-Pandemie zwingt die Immobilienbranche umzudenken und sich vor allem digital aufzustellenEin Drittel der Anbieter sehen in der digitalen Infrastruktur eine Chance, ihre Geschäftstätigkeit trotz der Einschränkungen aufrechtzuerhalten.  

Die Nachfrage nach Immobilien ist weiterhin hoch und die Immobiliensuche geht weiter. Das bestätigen die Google-Such-Anfragen. Nach Verhängung der Kontaktbeschränkung waren diese rückläufig und bewegen sich nun wieder auf dem Niveau von vor der Pandemie. Ebenso verhält es sich auch mit der Nachfrage und dem Angebot von Immobilien auf ImmoScout24. Dieses bewegt sich nach einem Rückgang wieder auf dem Niveau vor Corona beziehungsweise darüber.  

Digitale Tools ermöglichen die Immobiliensuche  

60 Prozent der Deutschen können sich sehr gut vorstellen, ihr künftiges Zuhause über ein Video zu besichtigen, anstatt an einer traditionelle Wohnungsbesichtigung teilzunehmen. Jeder Zehnte kann sich sogar vorstellen nach einer Video-Besichtigung eine Immobilie zu mieten oder zu kaufen.  

Das Vermietungs- und Verkaufsgeschäft innerhalb der Branche passt sich dem immer mehr an. Seit Ende März können Anbieter auf ImmoScout24 kostenlos hervorheben, dass sie digitale Live-Besichtigungen anbieten. Rund 1.100 Makler und Immobilienanbieter nutzen diese Möglichkeit und haben mehr als 19.000 Inserate mit dem Hinweis gekennzeichnet. 360-Grad Besichtigungen ermöglichen ebenfalls einen virtuellen Eindruck der Wunschimmobilie, ohne das Haus verlassen zu müssen. Um mit den Kunden zu kommunizieren, nutzt bereits jeder zweite Immobilienanbieter digitale Videokonferenzen oder das Telefon. So können die Anbieter auch in der aktuellen Situation ihre Kunden bestmöglich begleiten.  

Innovationsdruck wächst für den gesamten Miet- und Kaufprozess  

Viele weitere Schritte im Verkaufs- und Vermietungsprozess lassen sich digitalisieren. Um den Bewerbungsprozess aus der Ferne zu vereinfachen, sind vollständige Unterlagen wichtig. Mit der digitalen Bewerbermappe von ImmoScout24 können sich Interessenten die Schufa-Auskunft, die Mietzahlungsbestätigung und die Gehaltsnachweise digital erzeugen und online auf die Wunschimmobilie bewerben. Dabei beschleunigen vollständige Unterlagen den Bewerberprozess und reduzieren den Aufwand für den Vermieter oder Makler. Die digitale Mietkautionsbürgschaft von ImmoScout24 erleichtert ebenfalls die neue Wohnung direkt vom Sofa aus anzumieten. Vorteil hierbei ist, dass Mieter für diese Bürgschaftsform jährlich nur einen Bruchteil der vereinbarten Mietkaution als Beitrag zahlen. Dadurch bleibt ihnen mehr Geld zur freien Verfügung. Der digitale Mietvertrag hilft im Anschluss beim finalen Schritt der Anmietung. 

Digitale Bewerbermappe

Exklusive Funktion von MieterPlus, um die Suche nach dem neuen Zuhause zu beschleunigen und zu unterstützen.

Vor allem im Kaufprozess ist der Innovationsdruck hoch, da viele Schritte noch nicht digital abbildbar sind. 41 Prozent der befragten Immobilienanbieter und Makler gaben an, dass sich Vertragsabschlüsse und Beurkundungen momentan verzögern. Dies liege unter anderem daran, dass Käufer keine Finanzierungszusage von Banken erhalten. Doch auch hier kommt immer mehr Bewegung in den Markt. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht erlaubt nun Video-Besichtigungen, die für die Wertermittlung herangezogen werden können.  

Doch der Kaufabschluss beim Notar bedarf weiterhin der physischen Teilnahme vor Ort – unter Berücksichtigung der gebotenen Hygienemaßnahmen. Virtuelle Beurkundungen scheinen noch Zukunftsmusik zu sein. Dabei könnte die Nutzung von Videokonferenzen und Online-Identifikationsverfahren helfen Transaktionen kontaktlos abzuwickeln. 

Die aktuelle Situation zeigt verstärkt, wie wichtig die Digitalisierung der Prozesse ist. Die Politik muss dringend die Rahmenbedingungen schaffen, um die Finanzierung, Dokumenteneinsicht und Transaktionen auf digitalem Weg rechtssicher zu ermöglichen. 

Doch wirkt die Corona-Pandemie auch wie ein Katalysator und beschleunigt derzeit die Digitalisierung. Diese positiven Auswirkungen werden sich nachhaltig auf die gesamte Branche auswirken.