Artikel

Der Mieten-Fahrplan für die 7 größten deutschen Metropolen

Deutschlands Mieten entlang des öffentlichen Nahverkehrs

Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Köln, Düsseldorf und Stuttgart - Wie lebt es sich entlang der Schienennetze in Deutschlands Metropolen? Bei der Wohnungssuche spielt neben der Umgebung und der Lage, auch die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr eine entscheidende Rolle. Dies macht sich auch in den Mietpreisen in den deutschen Metropolen bemerkbar.

Die Miet-Maps von ImmoScout24 bieten eine Übersicht über die durchschnittlichen Angebotspreise einer 70-Quadratmeter-Wohnung entlang des ÖPNV-Netzes. Sie zeigen auf, wo es sich am erschwinglichsten lebt und an welchen Haltestellen es richtig teuer wird.

Berlin

Die Berlinerinnen und Berliner sind verwöhnt. Nirgends ist das Nahverkehrsnetz so dicht ausgebaut wie in der deutschen Hauptstadt. Nur ein paar Schritte zur S- oder U-Bahn und von da kreuz und quer durch die Stadt – die Nähe zum ÖPNV in Berlin hat große Vorteile. Sie ermöglicht kurze Wege und eine spontane Mobilität ohne Parkplatzsuche.

Doch was kostet es entlang des U- und S-Bahnnetzes der Hauptstadt, zur Miete zu wohnen? Die Miet-Map für Berlin zeigt:  Eine 70 Quadratmeter große Wohnung an den S- und U-Bahnlinien gibt es bei Neuvermietung nicht mehr unter 500 Euro Nettokaltmiete. Nach oben haben sich die Grenzen hingegen auf über 1.000 Euro verschoben.

Zur Miet-Map für Berlin

„Die Ringbahn ist die magische Grenze auf dem Berliner Wohnungsmarkt.“ Urban Legend oder Realität?

Hamburg

Hamburg ist nach Berlin die Stadt mit den meisten Einwohner:innen Deutschlands. Die Perle an der Elbe ist beliebt wie eh und je, immer mehr Menschen ziehen in den hohen Norden. An der Miet-Map für Hamburg wird erkennbar, wie sich diese Entwicklung auf den Wohnungsmarkt auswirkt.

Bis über 1.000 Euro Nettokaltmiete müssen die Hanseaten für eine Wohnung mit 70 Quadratmetern an den Haltestellen im zentralen Innenstadtbereich in der Neuvermietung bezahlen. Die höchsten Mietpreise fordern Vermieter entlang der U-Bahnlinie 1. Nur halb so viel Miete zahlt man hingegen an einigen Haltestellen entlang der S3.

Zur Miet-Map für Hamburg

Nur fünf Stationen mit der U1 und schon sparen Hamburger Mieter:innen 336 Euro.

München

Dass in München hohe Mieten für Wohnraum anfallen, ist kein Geheimnis. Wie groß die Unterschiede dabei zwischen zentraler und peripherer Lage sein können, überrascht dennoch.

Bei der Betrachtung der Münchener Miet-Map wird deutlich, dass eine 70-Quadratmeter-Wohnung in der Innenstadt mit zentraler ÖPNV-Anbindung zwischen 1.000 bis über 1.500 Euro Kaltmiete kostet. An den Enden der S-Bahnlinien im Umland der bayrischen Hauptstadt können Mieter schon für die Hälfte des Geldes einziehen.

Zur Miet-Map für München

Zurückbleiben bitte! München hat mit Abstand die teuersten Preise für Mietwohnungen in Deutschland.

Frankfurt am Main

Wer Taunusnähe, Altstadtflair und eine schnelle City-Anbindung genießen will, wird unter 1.000 Euro Kaltmiete in der Regel nicht fündig. Aber aufgepasst! In Frankfurt wechseln sich frisch sanierte Wohnungen in attraktiver Lage mit erschwinglichen Studentenwohnungen ab.

Bereits mit einer Kurzstrecke Richtung Ostend sinken die Preise um bis zu 200 Euro. Wer noch mehr sparen möchte, der sollte sich die Stationen in den äußeren Stadtgebieten näher anschauen.

Zur Miet-Map für Frankfurt

Apfelwein und Sushi, Wolkenkratzer und Fachwerk. Die Stadt am Main steckt voller Kontraste.

Köln

Köln ist bunt, weltoffen und schrill. Mit knapp einer Million Einwohnern ist die viertgrößte Stadt Deutschlands nicht nur für ihr Wahrzeichen, den Kölner Dom, bekannt. Vielmehr ist die Rheinmetropole eine der führenden Wirtschaftsregionen Europas, Messestadt und wichtiger Handelsstandort. Doch wie spiegelt sich diese Vielfalt auf dem Wohnungsmarkt wieder?

Die Mietlandschaft in Köln zeigt ein differenziertes Bild. Je zentraler man wohnt, desto höher fallen die Mieten aus. Teuer wird es auch dort, wo eine gute Anbindung an den ÖPVN gegeben ist. Günstiger wohnen Mieter hingegen am Stadtrand. Entlang der S6 liegen die Mietpreise in der Neuvermietung teils weit unter dem Durchschnitt von knapp 800 Euro.

Zur Miet-Map für Köln

Rechts oder links des Rheins? Kölner Wohnungssuchende mit knappem Budget nehmen die Linie 1 Richtung Bensberg.

Düsseldorf

Die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen ist nicht nur eines der bedeutendsten Wirtschaftszentren Deutschlands, sondern gilt als attraktive Kunst-, Kultur- und Modemetropole. Neben einer hervorragenden Infrastruktur bietet Düsseldorf mit zahlreichen Museen, Kinos und Bühnen, exklusiven Einkaufmöglichkeiten sowie der Nähe zum Rhein ein vielseitiges Angebot an Kultur und Freizeit.

Die Topwohnlagen in Düsseldorf liegen in unmittelbarer Innenstadt- und Rheinnähe. Sowohl linksrheinisch als auch rechtsrheinisch rangieren die Angebotspreise oberhalb der 1.000-Euro-Grenze. Dagegen finden Interessenten entlang der U79 in Richtung Duisburg noch Wohnungen weit unter dem Düsseldorfer Durchschnitt von 790 Euro.

Zur Miet-Map für Düsseldorf

Neben einer hervorragenden Infrastruktur bietet die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen ein vielseitiges Angebot an Kultur und Freizeit.

Stuttgart

Daimler, Porsche und Bosch: Stuttgart steht für luxuriöse Automobile sowie hohe technische Produktqualität. Doch die baden-württembergische Landeshauptstadt hat mehr zu bieten. Die Vielfalt reicht von atemberaubenden Schlössern über einmalige Aussichtspunkte bis hin zu den traditionellen Cannstatter Wasen.

Es ist kein Geheimnis, dass Stuttgart zu den teuersten Städten Deutschlands gehört. Doch wer in Stuttgart zentral wohnen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Entlang des ÖPVN-Netzes liegen die Angebotspreise im Zentrum oberhalb der 1.000-Euro-Grenze. Im Stuttgarter Umland findet man hingegen noch preiswertere Wohnungen.

Zur Miet-Map für Stuttgart

Stuttgart ist das Epizentrum der Häuslebauer. Doch auch als Mieter:in lässt es sich hier gut leben.

Hier geht’s zu einer Übersicht aller Miet-Fahrpläne.